Henri Cartier-Bresson,Fotograf

"Es gibt nichts auf der Welt,das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte. Fotografie ist wie Bogenschießen: richtig zielen,schnell schießen und abhauen."

Wie Freunde des Künstlers mitteilten,starb Der Gründer der Fotoagentur Magnum am Montag,den 2. August 2004 im Alter von 95 Jahren in l'Isle-sur-la-Sorgue in Südfrankreich. Er wurde am 4. August im engsten Kreis beigesetzt. Cartier-Bresson gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

1908 als Sohn eines Industriellen in Chanteloup östlich von Paris geboren,studierte Cartier-Bresson zunächst Malerei,bevor er sich in den 30er Jahren der Kamera widmete. 1931 zog er für ein Jahr in die Kolonie Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) in Afrika,wo er seine ersten Bilder aufnahm. Zurück in Frankreich legte er sich eine Leica-Kamera zu,die zu seinem Markenzeichen wurde. Auf vielen Reisen rund um den Globus machte er Fotoreportagen. Er wurde zu einem der Pioniere der damals noch völlig neuen Kunstform Fotografie.

Als Soldat geriet Henry Cartier-Bresson 1940 während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Flucht schloss er sich 1043 dem französischen Widerstand an. Nach Kriegsende gründete er 1947 in Paris gemeinsam mit Robert Capa,David Seymour,William Vandivert und George Roger die legendäre Fotoagentur Magnum,die bis heute Standards im Bereich der Fotoreportage setzt.

Die deutsche Leica,deren Kleinbildformat es Fotografen erlaubt, die Kamera mit sich zu tragen,um sie im entscheidenden Moment parat zu haben gab den Photographen enorme Freiheit, welche "HCB" voll ausnutzte. Er war zur Stelle,als Ghandi ermordet und eingeäschert wurde. Als die DDR die Berliner Mauer errichtete. Er war in Kaschmir,in Schanghai,in Leningrad,in der Bretagne,in Mexiko, und auf der ganzen Welt. Dabei kam ihm zugute,sich unauffällig zu bewegen und sich der Aufmerksamkeit entziehen zu können. Cartier-Bresson entdeckte seine Motive im Alltag,den er selbst in abgelegenen Gegenden durchwanderte.

Der Photograph porträtierte zahllose Persönlichkeiten, unter anderen Jean-Paul Sartre,Henri Matisse oder Edith Piaf. Bekannt war er dafür,stets im "richtigen Moment" auf den Auslöser zu drücken. Seine intimen und in ihrer Komposition wohl durchdachten Schwarz-Weiß-Bilder zählen zu den berühmtesten Fotos der Welt. 1981 erhielt er in Frankreich den Großen Preis für Fotografie.

Im vergangenen Jahr eröffnete die Henri-Cartier-Bresson-Stiftung in Paris. Dort werden mehr als tausend Originalfotos sowie Kontaktabzüge,Filme,Manuskripte und Briefe gezeigt.

Am 22. August hätte Henri Cartier-Bresson,der bereits zu Lebzeiten eine Legende wurde,seinen 96. Geburtstag gefeiert.

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